Welche Grillarten gibt es und mit welcher kann ich richtig grillen?

Grundsätzlich unterscheidet man zunächst zwischen drei Grillarten: Holzkohlegrill, Gasgrill und Elektrogrill. Ich möchte mich hier auf verschiedene Bauarten von Holzkohlegrills beschränken.

Grillarten

Im Folgenden Stelle ich folgende Grillarten vor:

Kugelgrill


Diese Grillart ist unverkennbar in Ihrer Form, denn dieser Grill gleicht einer Kugel. Genauer gesagt besteht der Kugelgrill aus zwei Kugelhälften.

In der unteren Hälfte befindet sich ein Grillrost für die Grillkohlen oder Grillbriketts sowie ein (ggf. höhenverstellbares) Grillrost für das Grillgut. Die untere Kugelhälfte besitzt außerdem ein Belüftungssystem. Durch das Belüftungssystem bekommt die Grillkohle von unten mehr Sauerstoff und halten eine lange und beständige Hitze. Die obere Kugelhälfte hat i.d.R. auch noch einmal Lüftungslöcher und bei manchen Grills sogar ein Thermometer. Mit einem Kugelgrill ist richtiges direktes Grillen und indirektes Grillen möglich. Diese beiden Arten des Grillens werden auf der Seite Grundlagen zum Grillen näher erklärt.

Ein wichtiges Kriterium bei der Auswahl eines Kugelgrills ist auch die Größe. Kugelgrills gibt es mit einem Durchmesser von z.B. 30cm, 47cm und 57cm – aber auch noch weitaus größer. Prinzipiell ist das Grillen auch mit einem kleinen 30cm-Grill möglich. Allerdings sollte man bedenken, dass z.B. beim indirekten Grillen (siehe Grundlagen zum Grillen) nicht der ganze Grillrost für das Grillgut zur Verfügung steht. Bei einer größeren Anzahl Personen ist die nutzbare Grillfläche somit eher zu klein. Man sollte also einen größeren Grill bevorzugen, auch wenn dieser zunächst sehr groß erscheint.

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Zusätzlich zur Größe kann auch noch die „Ausstattung“ des Kugelgrills ein entscheidendes Kriterium sein. Im unteren Preissegment (~ 100 Euro, z.B. Weber Bar-B-Kettle*) verfügen die Grills z.B. nur über eine Ascheschale. Teurere Modelle dagegen haben zum Teil schon ein integriertes Reinigungssystem (z.B. Weber One-Touch Premium*).

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Säulengrill


Diese Art von Grill zeichnet sich durch die kaminartige Form aus, d.h. ein Hauptbestandteil dieses Grills ist eine hohle Säule.

Die Säule des Grills ist in der Regel unten an einem sicheren Standfuß befestigt. In der Regel steht der Grill damit schon einmal sicher. Dies ist allerdings natürlich auch vom Modell abhängig. Häufig findet man im unteren Bereich der Säule auch noch eine Möglichkeit zum Regeln der Belüftung und eine Asche-Schublade zum herausziehen.

Oben auf der Säule ist die Grillschale befestigt. Das Grillrost lässt sich meistens in der Höhe verstellen. Eine Windschutzblende rundet die Grillschale ab.

Unter dem Grillrost befindet sich meistens noch ein zweiter Rost für die Holzkohle oder die Briketts. Durch die hohle Säule und die Belüftungschlitze unten an der Säule entsteht eine gute Luftzirkulation. Diese kann meistens noch geregelt werden. Somit kann man eine optimale Belüftung / Luftzirkulation erzeugen. Bei stärkerem Wind muss man allerdings aufpassen, dass die Belüftung nicht zu hoch ist, da ansonsten die Temperaturen der Kohle enorm steigen.

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Säulengrills gibt es mit verschiedenen Formen bei den Grillschalen. Die Form der Grillschale ist dabei natürlich geschmackssache, aber es sollte überlegt werden, wie große die Grillfläche sein soll. Die wohl kleinste Grillfläche – aber für manchen Grill-Fan die schönste Optik – bietet ein Grill mit runder Grillschale (z.B. Barbecook 223.5002.000 Major Inox*). Die größte Grillfläche bietet ein Säulengrill mit rechteckiger bzw. ovaler Grillschale (z.B. Barbecook 223.5502.000 Arena Inox*) und in der Mitte dazwischen liegt der Grill mit viereckigem Design (z.B. Landmann Trichtergrill 11281*).

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Grillwagen


Diese Grillart zeichnet sich meistens dadurch aus, dass eine große Grillfläche sowie eine oder zwei am Grillwagen befestige Abstellflächen zur Verfügung stehen. Darüber hinaus lässt sich ein Grillwagen durch seine Rollen natürlich leicht verschieben und hat häufig sogar unter der Grillschale noch eine Aufbewahrungsfläche. Diese ist auch recht nützlich um das Grillzubehör während der Grill-freien Zeit aufzubewahren.

Der Grillwagen hat keine besondere Eigenschaften für die Belüftung der Grillkohle und die Luftzirkulation. Allerdings haben manche Ausführungen eine Ascheschale über die man bequem nach dem Grillen die Asche entsorgen kann. Zusätzlich gibt es auch noch Grillwagen bei denen es zwei Grillroste gibt, die unabhängig in der Höhe verstellt werden können. Dies ist z.B. beim Modell Barbecue Grill von Koopmann* der Fall ist. Dies ist sehr praktisch, da man dann auf beiden Seiten unterschiedliche Arten von Fleisch oder auch Gemüse richtig gut und perfekt grillen kann.

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Rundgrill


Die wohl einfachste Art von Grill unter den hier vorgestellten Varianten ist wohl der Rundgrill. Preislich ist diese Grillart im unteren Segment angesiedelt. Es gibt Rundgrills bereits für ein paar Euro an der Tankstelle, aber natürlich auch teurere Ausführungen mit mehr Stabilität und besserer „Ausstattung“.

In der einfachsten Variante besteht ein Rundgrill nur aus einer Grillschale an die drei oder vier mehr oder weniger stabile Beine angeschraubt werden. Der Windschutz dient meistens auch als Halterung für das Grillrost. Hier sollte man nicht zuviel erwarten, ein klassischer Anwendungsfall für einen Rundgrill dieser Art ist wohl das Grillen im Park oder am Baggersee.

Die teureren und besser ausgestatteten Varianten verfügen über ein stabileres Untergestell. Je nach „Ausstattung“ ist im Untergestell noch eine Ablagefläche eingebaut. Zusätzlich gibt es auch Modelle die noch über Rollen verfügen, so dass der Grill leicht verschoben werden kann. Diese Eigenschaften vereint z.B. der recht günstige BBQ Stahl Family Grill von Seiler*.

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Fazit

Wer nur einen günstigen Grill für den Park- oder Baggersee-Besuch mit Freunden sucht ist mit einem günstigen Rundgrill gut ausgestattet. Für das Wochenend-Grillen mit der Familie oder Freunden im heimischen Garten sind allerdings nur die etwas teureren Rundgrills mit einem stabileren Untergestellt und am besten auch Rollen zu empfehlen. Als Alternative hierzu bietet sich auch gut ein Grillwagen an. Diese Modelle punkten mit der großen Grillfläche, besserer Stabilität (nicht bei den ganz günstigen Modellen) und den praktischen Ablageflächen.

Möchte man allerdings sein Grillgut richtig und optimal grillen sollte man zu einem teureren Grill greifen. Die Empfehlung geht hier ganz klar zum Kugelgrill. Je nach Modell kann man hiermit fast jede Art von Speisen (auch z.B. Pizza oder Nachspeisen) optimal und richtig grillen und zubereiten. Den Möglichkeiten sind hier (fast) keine Grenzen gesetzt und wer sich schon einmal mit verschiedenen Grill-Techniken auseinandergesetzt hat weiß, dass ein Standard-Rundgrill keine Alternative zu einem Kugelgrill ist.

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